Wasser in den Beinen, Wassersucht

„Wasser in den Beinen“ (siehe auch diesen Beitrag) ist einer der häufigsten Suchbegriffe hier im Blog, deswegen möchte ich einen Satz aus dem Originalrezept, Jakob Lorber, Die Heilkraft des Sonnenlichts, 1851, hier schreiben;

Wacholderbeer-Abkochung mit Wein und Wasser gegen Pest und Wassersucht
08] „Mit etwas Wein und Wasser gekocht, heilt dieser Wacholderbeertee auch die Pest, vorausgesetzt, daß dieses Übel nicht schon das höchste Stadium erreicht hat. Solcher Tee von den Beeren, getrunken, heilt auch die leidige Wassersucht besser als jedes andere Mittel; aber bei der Wassersucht ist pures Wasser besser als Wein.“

Vor ein paar Jahren war ein Hirte bei uns, bei dem sich das Wasser manchmal fast bis zum Herzen staute. Der konnte nur mehr im Bett sitzen. Er hatte dann immer eine ausreichende Menge unserer Wacholderbeeren bei sich und wurde nach der Anwendung der Beeren regelrecht ausgeleert.

Hier der Originaltext für die Aufbereitung  der Wacholderbeeren dazu:

[HS.01_010,01] Sammelt frische Wacholderbeeren zur Zeit, wenn sie anfangen blau zu werden, und reinigt die Beeren von den Nadeln.
[HS.01_010,02] Wenn die Beeren also gesammelt sind, so nehmet ein blaues Tuch aus Leinenfäden, breitet dieses auf irgendeinem trockenen Orte, dahin die Sonne scheint, aus; über einen hölzernen alten Tisch wäre es am besten. Auf dieses Tuch gebet die gesammelten Beeren und breitet sie so aus, daß nicht eine Beere die andere deckt.
[HS.01_010,03] Wenn die Sonne in der Zeit schon etwas schwächer ist, so kann man die Einwirkung der Sonnenstrahlen dadurch erhöhen, daß man neben dem Tisch, auf dem die Beeren ausgebreitet sind, der Sonne gerade gegenüber eine etwa ein paar Ellen hohe weiße Wand bildet, was mittels eines aufgehängten Leintuches sehr leicht zu bewerkstelligen ist.
[HS.01_010,04] Am Abend faßt man das blaue Tuch an den vier Enden und gibt die Beeren samt dem Tuch in eine so große gläserne Flasche, daß darin Tuch und Beeren Platz haben. Die Flasche decke man aber die Nacht hindurch so gut als möglich zu.
[HS.01_010,05] Man setze die Beeren so lange der Sonne aus, bis sie eine pfefferartige, runzlige Haut bekommen; sodann kann man die Beeren in dieselbe Flasche, aber ohne Tuch, zur ferneren Aufbewahrung geben, muß sie aber mit einer Blase gut abbinden und an einen trockenen Ort stellen. Also präparierte Beeren lassen sich viele Jahre hindurch gleich kräftig erhalten.

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