dement

Demenz

Ich war nun 3 Monate in Deutschland. Aurelia 6 oder 7 Wochen. Schön war´s. Erschreckend allerdings ist dort die Situation der Alten. Nicht nur in Deutschland. Auch in Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien.

Ein Unmenge an Frauen zwischen 30 und 60 Jahren aus den osteuropäischen Ländern Polen, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Serbien, Tschechien und Slowakei sind damit beschäftigt, Alte in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Spanien zu betreuen. Es ist ein Glück für die Frauen aus dem Osten, denn dies ist die einzige Chance, daß ihre Familieen überleben – und ein Glück für die Alten im Westen, daß sie überhaupt jemanden haben, der sich 24 Stunden um sie 7 Tage die Woche kümmert.

Aber, warum ist das so? Warum verliert die Generation, die nach dem verlorenen Krieg der Deutschen und Österreicher das Land wieder aufgebaut haben, ihr Gedächtnis? Warum wird der Generation, die Deutschland und Österreich wieder aufgebaut haben, von Abzockern ihr Haus, Hab und Gut genommen, um damit die angeblich so teure und wertvolle Pflege in den Altenheime zu bezahlen? Habt jemand von euch schon einmal gesehen, wie die Alten da dahindösen? Geht mal rein in so ein Heim und schaut euch an, was auch euch erwartet, wenn ihr nicht aufpaßt.

Wir hatten seit 1999 im Rahmen von „Hilfe für Kranke ohne Hilfe“ mit Tausenden Kranken im Osten Europas zu tun. Dabei ist  mir ein einziger Fall von Alzheimer untergekommen. Ein einziger Fall, ein Mann in Brasov.

Aktuell gibt es in Deutschland laut einem SPIEGEL-Artikel 1,2 Millionen Demenzkranke. Tendenz stark steigend.

Wenn wir in Rumänien sind, kommen fast täglich Frauen zu Aurelia, welche zumindest ein paar Worte Deutsch lernen wollen, um bei Agenturen, die Altenbetreuung im Westen anbieten,  besser Chancen zu haben. Manche von denen besuchen wir dann auch in ihrem Einsatzort und es ist erschreckend, deren Patienten zu sehen, die da alleine in riesigen Häusern in ihren elektrisch verstellbaren Betten dahindämmern, die Fernbedienung für den Fernseher daneben und eine Kiste voller Tabletten. Und sollte sich einer dieser Patienten einmal etwas stärker zu Wort melden, wird er ins Spital gebracht und „neu eingestellt“. Das heißt, die Beruhigungsdosis wird erhöht und der Patient ist noch mehr weggetreten. Das sage nicht ich, sondern mir bekannte Mitarbeiter eines deutschen Pflegedienstes.

Es ist erschütternd und menschenunwürdig.

Die Ursachen sind für mich der jahrzehntelange unkontrollierte Umgang mit Hormonfraß der Lebensmittelindustrie, Aktionsfleisch, billig – genau der Fraß, von dem man dann hin und wieder was in den Medien hört, sowie der unreflektierte Umgang mit ………tja, wie nennen wir es? Ich weigere mich schon lange, das Wort „Medikament“ für die verblödenden, Siechtum bringenden, von Pflichtbeiträgen bezahlten Produkte einer gierigen, menschenverachtenden pharmazeutischen Industrie zu verwenden.

Daher: Lest immer auch die Nebenwirkungen auf der Packungsbeilage. Seid skeptisch bei Tabletten und Impfungen. Reduziert deren Einnahme, sucht euch Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker, die wirklich auch euer Heil wollen. Und meidet den billigen Industriefraß aus den Supermärkten – und fast will ich auch sagen: Im wahrsten Sinn des Wortes verblödende Sendungen im Fernsehen.

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4 Kommentare zu “dement

  1. Hallo Bernhard,
    sag bitte Aurelia liebe Grüße.
    Ich stimme dir voll + ganz zu, mit dem, was du schreibst, aber ich weiß leider nicht, wie ich es ändern kann.
    Ich kann mir nicht vorstellen ganz ohne Fleisch zu leben, wobei ich denke, dass Gemüse + Obst bei uns genauso verseucht sind wie das Fleisch.
    Leider bin ich arm: Wenn es Fleisch gibt, dann ist es eben das Billigfleisch von Aldi, Lidl + Co. Was anderes kann ich mir nicht leisten.
    Und ich nehme auch starke Medikamente. Ich habe eine Polyneuropathie in den Füßen, die sich anfühlt, als würde ich mit den bloßen Knochen auf glühender Lava laufen. Nur ein Mix aus Oxycodon, einem Epilepsiemittel + einem Psychopharmaka bringen einigermaßen Linderung. Mir ist jetzt schon Angst, wenn andere Medikamente dazu kommen, denn es harmonieren nicht alle miteinander + mit den Nebenwirkungen habe ich ja auch zu kämpfen. Aber bis ich 70 oder so bin, werden auf alle Fälle noch welche dazu kommen. Beta-Blocker hatte ich schon, warte aber momentan ab, ob es wirklich nötig ist, dass ich ihn nehme.
    Ich bin erst Anfang 40 + mein Leben ist so gut wie vorbei. Ich kann nichts unternehmen, weil ich nicht weiß, wann die Schmerzen wieder die Oberhand gewinnen.
    Mir ist vollkommen klar, dass Menschen aus den sogenannten „Entwicklungsländern“ viel gesünder leben als wir in unseren „tollen“ Industrieländern.
    Ich würde gerne anders leben, aber ich kann es nicht. 😦
    LG von Dani

  2. Liebe Dani, von ab und zu Fleisch essen wirst du nicht dümmer. Aber wenn du dir sowas jeden Tag in Form von Industriefleisch und -wurst reindrückst, ja. Ich weiß, daß Österreich bei den Lebensmitteln besser aufgestellt ist, aber ich bin überzeugt, daß es auch in Deutschland mögich ist, direkt bei Bauern einzukaufen, oder den Einkauf bei Bauern zu organisieren.. Es muß ja nicht jeder selbst für ein Kilogramm guter Äpfel oder Karotten 20 km fahren. Sowas läßt sich ja heutzutage leicht über handy oder Internet organisieren.
    Zu deinen Beschwerden: Sicher hast du schon alles Mögliche und Unmögliche versucht und trotzdem sage ich dir: Mit derselben Ausdauer, mit der du deine jetzigen Sachen nimmst, versuche auch Alternativen dazu.
    Hänge dich dran bei unseren Fernbehandlungen – gehe zum Beispiel nach Wiesbaden zu einem Heilgottesdienst. für viele eine omische Sache, ja. Aber es gibt dort, genauso wie bei uns, immer wieder Heilungen, dort, wo es keiner mehr erwartet hat.
    google: CZW WIesbaden Heilgottesdienst

    • Hallo Bernhard,
      die Bauern verkaufen leider die Sachen direkt vom Hof auch nicht gerade günstig. Auch bei den Eiern kann ich nur die günstigen nehmen + belaste damit nicht nur die Gesundheit von meinem Sohn + mir, sondern unterstütze auch noch das Quälen von Hühnern in kleinen Käfigen. Und dabei wohne ich mitten unter Bauernhöfen. ;o(
      Wiesbaden ist leider zu weit weg. Ich schaffe noch nicht mal die 100 km nach Aschaffenburg, um meinen Vater + eine Freundin zu besuchen, weil ich nie weiß, wann die Schmerzen wieder überhand nehmen. Wenn ich nach der Arbeit noch Termine habe + nicht die Füße hochlegen kann, quälen mich meine Füße in der Nacht.
      Und die Ausbeutung + Verunreinigung der Landwirtschaft fängt ja in Rumänien jetzt auch an. Großgrundhändler kaufen große Flächen Land in Rumänien auf + bewirtschaften es genauso wie in den Industrieländern… ;o(
      Zum Zeitpunkt der Fernbehandlung schlafe ich meistens. Um 20 Uhr deutscher Zeit ist es?
      LG von Dani

      • Liebe Daniela,

        ich bin zur Zeit unterwegs und erst ab Samstag wieder daheim. Am Sonntag oder Montag möchte ich dir antworten, auch auf deinen ersten Beitrag.

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